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Blutdruck

Was ist Blutdruck

Das Herz wird nicht umsonst gerne von vielen in den Sand gemalt, in Baumrinden geritzt oder in Liebesbriefen verwendet: Es ist das Symbol der Liebe. Gefühlsausbrüche lassen unser Herz schneller schlagen, der Puls steigt und wir wissen: wir sind verliebt. Es sind jedoch nicht nur die schönen Gefühle, die unseren Blutdruck und unsere Herzschlagfrequenz beeinflussen. Auch Stress, Angst, Müdigkeit haben einen Einfluss, ebenso Bewegung, Anstrengung und andere Befindlichkeiten.

Das Herz ist ein Muskel und sorgt durch Entspannung und Kontraktion für den regelmäßigen Blutfluss durch unseren Körper. Durch diese gegenseitigen Bewegungen kommt es zum wiederkehrenden Druckabfall und -anstieg – den Puls. Dessen Frequenz (angegeben in bpm für „beats per minute“, dt. „Schläge pro Minute“),  spiegelt unseren Gefühlszustand, unsere Konstitution und unsere aktuelle Auslastung wieder. Dabei ist ein gemessener Puls immer eine Momentaufnahme.

 

Aussagefähigkeit einer Messung

Durch eine einmalige Messung kann man lediglich feststellen, wie der aktuelle Herzschlag ist. Erst durch den Vergleich mit früheren Werten und Normen lässt sich der Puls bewerten. Kurzes Beispiel: Man hat einen höheren Puls, wenn man gerade Heim gekommen ist und dabei viele Stufen steigen musste. Die Bewegung hat unseren Körper gefordert, mehr Blut musste transportiert werden, um alle Muskeln mit Sauerstoff zu versorgen. Würde man nun messen, würde man ein höheres Ergebnis bekommen, als circa 10 Minuten später, nachdem man zur Ruhe gekommen ist.

 

Blutdruckmessung

Elektronische Blutdruckmessgeräte führen die Messungen mit der so genannten "oszillometrischen Technik" durch. Seit mehr als dreißig Jahren genießt diese Methode eine hohe weltweite Anerkennung und wird tagtäglich in Krankenhäusern eingesetzt, wenn der Blutdruck eines Patienten einer intensiven und sehr genauen Kontrolle bedarf. Mit dieser Methode wird der Blutdruck durch die Analyse der Druckschwankungen, die während der Abpumpzeit des Manschettendrucks analysiert werden, präzise festgestellt. Die oszillometrische Technologie erfordert weder den Einsatz eines Mikrofons noch eines Stethoskops.

 

Erste Messung

Zunächst sollte man bei der allerersten Messung seinen Messarm bestimmen. Dazu sollte man sich gemütlich hinsetzen und jeweils eine Messung an beiden Armen durchführen. Die Manschette des Blutdruckmessgerätes sollte stehts auf der Höhe des Herzens gehalten werde. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um ein Oberarm-Blutdruck-Messgerät oder eines für den Unterarm handelt. Sind einmal beide Messungen erledigt, ermittelt man den Arm mit den höheren Werten und nutzt diesen für alle zukünftigen Messungen. Zudem ist zu beachten: Auch der Blutdruck ist, genauso wie der Puls, ein dynamischer Wert. Das bedeutet, die Messwerte hängen stark von unserer Ernährung, Aktivität, Stimmung und von unseren Krankheiten (insbesondere Gefäßkrankheiten) ab. Ebenso variiert der Blutdruck über den Tag, so dass es in jedem Fall empfehlenswert ist, Messungen immer zur gleichen Zeit durchzuführen. Ideal sind Zeitpunkte nach dem Aufstehen oder am frühen Abend. Vor jeder Messung sollte man definitiv Zeit einräumen um etwas zu entspannen, damit der Stress des Tages und die körperliche Belastung die Messung nicht zu stark verfälschen. Zudem empfiehlt es sich, während der Messung nicht zu sprechen und sich einfach zurückzulehnen. So werden weitere verzerrende Einflüsse vermieden und die Ergebnisse verwertbar.

 

Oszillometrische Blutdruckmessung

Bei der Blutdruckmessung spielen Vibrationen eine wichtige Rolle. Damit ist jedoch nicht der Herzschlag selbst gemeint, den man fühlen und unter Umständen an hautnahen Venen sogar sehen kann. Vielmehr werden eben jene Gefäße bei der Blutdruckmessung durch eine sich mit Luft füllende Manschette kurzzeitig abgedrückt. Sobald die Vene vollständig zu ist und kein Blut mehr fließt, wird langsam Luft aus der Manschette gelassen – die Messung beginnt. Sobald der Herzschlag genug Druck hat, um wieder Blut durch die sich langsam öffnende Vene zu schicken, entstehen durch den Fluss durch die schmale Öffnung Vibrationen an der Gefäßwand. Diese Vibrationen werden aufgezeichnet und ausgewertet. Sie geben Aufschluss über den Druck, mit dem das Blut durch den Körper geschickt wird. Bei dieser Messmethode ist es besonders wichtig, dass die messende Person ruhig sitzt und bestenfalls nicht spricht. Andernfalls kann es zu Messfehlern kommen.

 

Abweichende Messergebnisse

Der menschliche Blutdruck verändert sich über den Lauf des Tages. Zusätzlich hängt er stark von der aktuellen Konstitution, Stimmung und Anstrengung ab. Änderungen von bis zu 30 mmHg innerhalb kurzer Zeit können mit physikalischer Aktivität (Sport, geistige Anstrengung, Stress, Magen, usw.) in Zusammenhang stehen. Deshalb ist es ratsam, den Blutdruck jeden Tag zur ungefähr gleichen Zeit unter vergleichbaren Bedingungen messen, z.B. jeden Abend ca. eine Stunde nach dem Abendessen.



Systole und Diastole

Wie kräftig das Herz im Körper arbeitet wird an genau zwei Werten fest gemacht: dem systolischen und dem diastolischen Druck. Der erste herrscht, wenn das Herz sich zusammenzieht, der zweite, während das Blut in den Venen zum Herzen zurück gezogen wird. So ergibt sich ein genaues Bild von der Herzaktivität, das zur täglichen Kontrolle ideal geeignet ist.

 

Einflüsse auf den Blutdruck

Der Blutkreislauf wird von vielen Aspekten beeinflusst. Unser Körperbau hat ebenso einen Einfluss wie unsere Befindlichkeit. Wenn der BMI über der Norm liegt, man trotzdem an einem warmen Sommertag anstrengenden Sport treibt und sich keine Pause gönnt, kann es schnell passieren, dass das Herz überfordert ist. Aus diesem Grund raten Ärzte zu einer ausgewogenen Ernährung, regelmäßigem Sport und dem Verzicht auf allzu fettreiches Essen. Denn tut man das nicht, zählt man schnell zu den sogenannten „Risikogruppen“. So werden Menschen mit ähnlichen Voraussetzungen zusammengefasst. Risikofaktoren sind zum Beispiel Übergewicht, Bluthochdruck, aber auch ein stressiger Alltag und psychische Belastung. Ein überraschendes Beispiel zeigt, dass Blutdruckmessung nicht nur für ältere Menschen interessant ist: Studenten erleben heutzutage in den Klausur- und Prüfungsphasen regelmäßig Stressmomente, die ihren Blutdruck und Puls steigen lassen.

 

Welchen Sport bei hohem Blutdruck?

Bei normalem hohen Blutdruck, sind die kleinen Endverzweigungen der Arterien (Arteriolen) eingeschränkt und dadurch ist der Kreislaufwiderstand erhöht. Die Muskelerweiterung verursacht eine Verbreiterung der Arteriolen, weil arbeitende Muskeln mehr sauerstoffreiches Blut benötigen. Ein regelmäßiges Ausdauertraining von mindestens 30-minütiger Dauer wirkt sich positiv auf den hohen Blutdruck aus, wie z.B.: schnelles Laufen, Laufen im Gebirge, Joggen, Langlaufski fahren, Schwimmen (ohne Zeitdruck und nur in nicht zu kaltem bzw. zu warmem Wasser) und Tanzen. Die großen Muskelgruppen ziehen sich rhythmisch zusammen bei diesen Aktivitäten. Die Pulsrate wird schneller und der Blutdruck erhöht sich, jedoch nicht zu ruckartig. Jedoch sind sportliche Aktivitäten, die die Muskeln ohne regelmäßige Bewegung anstrengen, ungeeignet. Eine solche Sportart (z.B. Gewichte heben) verursacht eine plötzliche, ruckartige Zunahme des Blutdrucks. Achte auf ausreichend Bewegung. Versuche jeden Tag deine Aktivität ein bisschen zu steigern um dein Ziel zu erreichen.

 

 

Bitte beachten Sie, dass alle von uns zur Verfügung gestellten Informationen nur allgemeine Hinweise sind. Ihre individuelle Gesundheitsberatung kann und sollte nur von einem Arzt durchgeführt werden.

 

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